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Die wichtigsten Fragen & Antworten zum E-CHECK
©ArGe Medien im ZVEH, GIRA, JUNG, Shutterstock: John Panella, Monkey Business Images, riggsby

Die wichtigsten Fragen & Antworten zum E-CHECK

Kunde: ArGe Medien im ZVEH

Die Elektroinstallation regelmäßig auf den Prüfstand stellen  

Strom ist in den eigenen vier Wänden ganz selbstverständlich. Da die Leitungen aber zum großen Teil unsichtbar unter Putz verlaufen, sind einem die Risiken, die von der elektrischen Anlage ausgehen können, häufig nicht bewusst. Zu wenige Leitungen und Stromkreise, marode Stecker oder fehlende Schutzeinrichtungen – insbesondere in Altbauten gibt es viele Schwachstellen, die schnell zur Gefahr für Mensch und Gebäude werden können. „Für Sicherheit sorgt ein professioneller E-CHECK durch den Innungsfachbetrieb“, erklärt Andreas Habermehl vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Doch was wird beim E-CHECK konkret überprüft? Wann und wie oft sollte man ihn durchführen lassen und wie hilft er im Schadensfall? Der ZVEH beantwortet die wichtigsten Fragen zum E-CHECK:

Was ist der E-CHECK?

Der E-CHECK ist die anerkannte und normengerechte Überprüfung der elektrischen Anlage und aller Geräte im Haus. Bei dem standardisierten Prüfverfahren inspiziert der Spezialist die Elektroinstallation hinsichtlich der Sicherheit und ihrer Funktionsfähigkeit. Zudem werden unter anderem die Anzahl, Aufteilung und Sicherung der Stromkreise, Schutzeinrichtungen wie Fehlerstromschutzschalter oder Überspannungsschutz, Geräte wie Herde, Computer und TV, aber auch nachträglich vorgenommene Veränderungen geprüft. Denn ein nicht fachgerecht installierter Lichtschalter oder eine Steckdose können speziell in Bad, Küche oder im Garten schnell zur Gefahrenquelle für die Bewohner werden. Mit der professionellen Überprüfung der Elektroinstallation erhalten die Bewohner das E-CHECK-Prüfsiegel und -protokoll.

Licht und Elektrogeräte funktionieren einwandfrei – brauche ich den E-CHECK dann überhaupt?

Der Zustand der elektrischen Anlage ist für Laien schwer zu beurteilen. Ein beschädigtes Kabel, eine falsche Sicherung oder eine Funktionsstörung durch Alterung genügen – schon ein kleiner Defekt kann großen Schaden anrichten. „Keine elektrische Anlage funktioniert ohne Wartung ein Leben lang“, erklärt Andreas Habermehl. „Was beim Auto die Hauptuntersuchung, ist bei der Elektroinstallation der E-CHECK. Nur wer regelmäßig seine Anlage überprüfen lässt, kann sicher sein, dass sie einwandfrei funktioniert und den neuesten Sicherheitsbestimmungen entspricht.“ Für die Sicherheit der Bewohner und des Gebäudes sollte daher mindestens alle vier Jahre eine professionelle Überprüfung stattfinden. Neben der Sicherheit spielt beim E-CHECK übrigens auch die Energieeffizienz eine Rolle: Der Elektrofachmann kann alte Stromfresser im Haushalt aufdecken, Möglichkeiten der Eigenerzeugung durch eine PV-Anlage und Einsparmöglichkeiten aufzeigen. Darüber hinaus berät er zu allen Fragen rund um eine moderne und zukunftssichere Elektroinstallation, dazu zählen auch Smart-Home-Technologien oder die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. 

Was bringt der E-CHECK im Schadensfall?

Der E-CHECK beugt vor, bevor ein Schaden entsteht. Und sollte doch einmal etwas passieren, kann der Eigentümer der Versicherung mit dem Prüfprotokoll den korrekten Zustand der elektrischen Anlage und Geräte nachweisen. Der E-CHECK wird von den Versicherungen als offiziell geprüftes Dokument für Elektroinstallationen anerkannt. Wer den E-CHECK regelmäßig durchführen lässt, profitiert darüber hinaus häufig auch von Prämienvorteilen, die einige Versicherungen einräumen, da das Risiko für Schäden durch Brand, Blitzschlag und Überspannung auf ein Minimum reduziert wird.  

Wann ist der E-CHECK besonders zu empfehlen? Insbesondere nach einem Mieterwechsel ist der Vermieter gut beraten, den Zustand der Elektroinstallation in der Wohnung oder im Haus mit einem E-CHECK überprüfen und protokollieren zu lassen. So kann er im Schadensfall nachweisen, dass die Mietsache bei der Übergabe in einem sicheren Zustand war. Wer als Vermieter die für ihn kostenneutrale normengerechte Prüfung der elektrischen Installation grundsätzlich verneint, bringt seine Mieter in Gefahr. Auch beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie ist der E-CHECK ein schlagkräftiges Argument. Als „Generalinspektion“ der Elektroanlage weist er den einwandfreien Zustand aus oder deckt Mängel auf und kann somit eventuellen Bedenken oder Beanstandungen vorbeugen.

Wer macht den E-CHECK?

Der E-CHECK darf nur von qualifizierten Innungs-Fachbetrieben ausgeführt werden. Bereits heute gibt es über 12.000 Elektrofachbetriebe, die die Überprüfung anbieten. Einen Fachmann in der Nähe finden Interessierte über die Fachbetriebssuche unter www.elektrobetrieb-finden.de.

Übrigens: Die E-Handwerke bieten noch eine Reihe weiterer spezialisierter E-CHECKs an: Für Besitzer einer Photovoltaikanlage empfiehlt es sich, mindestens alle vier Jahre den E-CHECK PV durchführen zu lassen und die Anlage auf ihre Sicherheit und Leistungsfähigkeit zu überprüfen. Für einen ungestörten Datenfluss kontrolliert der Fachmann beim E-CHECK IT neben der IT-Infrastruktur im Haus auch Übertragungsraten, Störstrahlungen und die Qualität der Übertragungswege. Wer mit dem Gedanken spielt, ein Elektroauto zu kaufen, kann mit dem E-CHECK E-Mobilität sicher sein, dass seine elektrische Anlage alle Voraussetzungen für eine Ladestation erfüllt und einem sicheren Aufladen des Fahrzeugs nichts im Wege steht.  

Weitere Informationen unter www.e-check.de